Fessenheim

Fessenheim (27)

Liebe Menschen im Umwelt- und Fessenheim-Verteiler,

Die französische Rechtspopulistin Le Pen fordert die Wieder-Inbetriebnahme von Fessenheim

(In diesem Video ab Minute 4.29)

https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg-oder-sendung-18-00-uhr-vom-21-11-2021/swr-bw/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE1NjgzNDU/

Doch  auch der franz. Regierungssprecher Gabriel Attal widerspricht.

«Fessenheim ist eines der ältesten Atomkraftwerke Frankreichs, eine Modernisierung wäre extrem teuer, ausserdem befindet es sich auf dem grössten Grundwasserspeicher Europas», sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Donnerstag dem Sender LCI.

Damit erteilte er auch Forderungen der rechtspopulistischen Präsidentschaftskandidatin eine Absage, die Fessenheim wieder in Betrieb nehmen wollte. «Wir haben daher die verantwortungsvolle Entscheidung getroffen, Fessenheim zu schliessen», sagte Attal.

Das altersschwache AKW Fessenheim wurde nach langen Kämpfen am 29.6.2020 endlich abgeschaltet.

Doch einen offiziellen Verzicht auf den Kraftwerksstandort Fessenheim am Rhein hat es nie gegeben. Eine zukünftige, rechtsradikale, französische Regierung könnte den Standort jederzeit wieder aus der Schublade holen. Auch der wirtschaftsliberale Präsident Macron setzt auf die vermeintliche "Wunderwaffe" Atomkraft im verloren gehenden Krieg gegen Mensch, Klima, Umwelt und Natur.

Darum auch hier schon mal eine Grafik mit einer "sanften Drohung".

Gruß

Axel

Von Bärbel Nückles

Anderthalb Jahre ist das alte Kernkraftwerk Fessenheim nun abgeschaltet. Im Elsass mehren sich die Stimmen für den Bau eines neuen Atomkraftwerks – zum Entsetzen der Atomkraftgegner.

Mission erfüllt? Weit gefehlt. Eineinhalb Jahre sind seit der Stilllegung der beiden Reaktoren des Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim vergangen. Die Vorbereitungen für dessen Rückbau haben längst begonnen.

Und doch steht jetzt draußen vor der Allzweckhalle in Fessenheim Gustav Rosa, Initiator der Mahnwache Breisach, vor Beginn der jüngsten Sitzung der Fessenheim-Kontrollkommission (Clis), zusammen mit einem Dutzend Gleichgesinnter aus Baden und dem Elsass. Rosa hatte bis zur Abschaltung 500 Mal für ein Ende der Atomkraft im Elsass demonstriert.

Neue Begeisterung für die Atomkraft


Vor einer Woche hat Präsident Emmanuel Macron nun den Bau neuer Reaktoren, die Frankreich klimaneutralen Strom sichern sollen, angekündigt. Die Reaktion von Frédéric Bierry, Präsident der Gebietskörperschaft Elsass, folgte prompt. Die Stilllegung des Atomkraftwerks in Fessenheim hält er angesichts der Klimaerwärmung für einen Skandal. "Ich bin offen für Gespräche mit der Regierung", bekannte Bierry, "über einen eventuellen neuen Standort im Elsass."

Die Vorstellung, die Électricité de France (EDF) könnte vor seiner Haustür einen der neuen Reaktoren bauen, lässt den Bürgermeister von Fessenheim, Claude Brender, geradezu frohlocken. Und Bierry legt nach, nachdem die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen diese Woche für den Fall ihrer Wahl im kommenden Jahr ein Wiederhochfahren der beiden elsässischen Reaktoren verspricht.

Bierry stellt zur Debatte, ob es sinnvoll sei, neue Reaktoren zu bauen, wenn es Anlagen gebe, die "ihre Tauglichkeit unter Beweis gestellt" hätten. Obendrein ist auch der neue Clis-Vorsitzende, der konservative Abgeordnete Raphaël Schellenberger, ein erklärter Freund der Atomkraft.

Kann Fessenheim reaktiviert werden?

Macrons Pläne für neue Reaktoren und Le Pens Lust an der Provokation: Pierre Bois, verantwortlich für die Atomaufsicht in Straßburg, führt zwar in der Clis aus, dass Fessenheim aufgrund der Stilllegung eine im Vergleich zu anderen Standorten abgespeckte Sicherheitsausrüstung gegen Erdbeben oder Überflutung erhalten habe. Dies sei, versichert Bois, nur einer von vielen Aspekten, die eine Rückkehr zum Betrieb unmöglich machen.
Beim grenzüberschreitend verbündeten Akw-Protest lösen die geballten Bekenntnisse zur Atomkraft Entsetzen aus. "Hat Bierry überhaupt den Aachener Vertrag gelesen", fragt sich André Hatz, Sprecher der elsässischen Initiative Stop Fessenheim. Das deutsch-französische Abkommen von 2019 erwähnt namentlich das Zukunftsprojekt Fessenheim. Von einem neuen Atommeiler ist darin keine Rede.

Am Rande der Sitzung ist noch zu hören, dass es mit den Planungen für ein deutsch-französisches Gewerbegebiet bei Fessenheim gerade hakt. Von viel Bürokratie, von einem zähen Genehmigungsverfahren und zu wenig Geld für den Erschließungsprozess ist die Rede.

Fessenheim-Abriss könnte 2041 beendet sein


Zumindest die EDF scheint bei den Vorbereitungen für den Rückbau keine Zeit zu verlieren. Das Brennelementelager zu Reaktor 1 ist vollständig geleert. 2022 soll auch das nukleare Material aus Reaktor 2 per Bahn nach La Hague zur Wiederaufbereitung geschickt werden. "Das ist etwas, das wir zuverlässig beherrschen", betont Elvire Charre, Direktorin des stillgelegten Akw, in der Sitzung.

Diese Woche verlassen auch die ersten Dampfgeneratorenteile das Elsass mit dem Ziel Cyclife, eine Schmelzanlage in Schweden, die EDF gehört. Geht alles nach Plan, bleibt 2041 ein dekontaminiertes Gelände. Doch Gustav Rosa hat schon an Macron geschrieben, um sich für eine klimaneutrale Zukunft ohne Atomkraft stark zu machen.

 

Hommage à notre ami Pierre ROSENZWEIG, décédé le 11 octobre à l’âge de 72 ans

Les obsèques auront lieu vendredi 15 octobre, à 14h30 en l’église Saint-Martin de Erstein.

La famille indique que fleurs, couronnes et plaques peuvent être remplacées par des dons à l’ICANS, Emmaüs France ou Alsace Nature.

Pierre Rosenzweig était un citoyen particulièrement engagé dans la lutte pour la Paix, le respect des Droits humains et la préservation de l’Environnement. Son engagement contre toutes les formes du nucléaire, « civil » et « militaire », a été permanent : il les savait étroitement liées et les combattait ardemment.

Pierre a été membre des conseils d’administration de l’association Stop Fessenheim ainsi que du Réseau Sortir du Nucléaire. C’est essentiellement par le jeûne, individuel ou collectif, que l’ancien professeur d’histoire du lycée professionnel de Sélestat menait ses combats. Il se donnait corps et âme aux côtés d’ICAN pour l’abolition de l’arme atomique et la signature par la France du Traité d’interdiction des armes nucléaires (TIAN) voté en 2017 par l’Assemblée générale des Nations Unies.

« Totalement non-violent, le jeûne interroge et permet d’expliquer le pourquoi de la revendication » commentait Pierre, lorsqu’une fois de plus il conduisait sa lutte, cette fois aux côtés des migrants, près de l’Assemblée Nationale.

Ici en Alsace, il entreprit cet autre jeûne, long et épuisant, contre le « grand projet inutile » du Grand Contournement Ouest de Strasbourg.

Nous restons particulièrement reconnaissants à Pierre d’avoir été inlassablement des nôtres pour obtenir l’arrêt définitif de la centrale nucléaire de Fessenheim : ce combat non-violent mais déterminé, tu en as toute ta part Pierre, et tu l’auras à jamais remporté !

Seule la maladie aura vaincu Pierre. Nous garderons le souvenir d’un homme droit, entier et engagé pour la préservation de la Paix, de l’Humain et de la Planète.

Toutes nos pensées vont vers ses proches.

L’association Stop Fessenheim

 

Google Übersetzung
Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. Oktober um 02.30 Uhr in St.-Martins-Kirche von Erstein.

Die Familie gibt an, dass Blumen, Kronen und Platten können durch Spenden an der icany, Emmaus Frankreich oder Alsace Nature ersetzt werden.

Pierre Rosenzweig war ein besonders engagierter Bürger im Kampf für den Frieden, die Achtung der Menschenrechte und die Erhaltung der Umwelt. Sein Engagement gegen alle Formen von nuklearen, „zivilen“ und „Militär“, war permanent: er wusste, dass sie eng miteinander verbunden und bekämpft sie.

Pierre war ein Mitglied des Boards of Directors der Stopp Fessenheim Vereinigung sowie das Netzwerk eingeben Kern. Es ist im Wesentlichen durch Fasten, individuellen oder kollektiven, dass der ehemalige Professor für Geschichte der Sélestat professionellen High School seine Kämpfe geführt. Er gab mir einen Körper und Seele mit ICAN für die Abschaffung der Atomwaffen und die Unterzeichnung durch Frankreich des Atomwaffenverbot-Vertrag (TIAN) stimmte im Jahr 2017 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

„Totally gewalt, das schnell und verhört erklärt, warum der Anspruch“, sagte Pierre, wenn er wieder einmal seinen Kampf geführt, diesmal neben Migrant, in der Nähe der Nationalversammlung.

Hier im Elsass, unternahm er diese andere schnell, lang und anstrengend, gegen das „große nutzlose Projekt“ des großen Westen von Straßburg.

Wir bleiben vor allem dankbar , dass Peter für von uns unermüdlich wurde, um den endgültigen Stopp des Kernkraftwerks Fessenheim zu erhalten: diese gewalt aber entschlossenen Kampf, haben Sie alle Ihre Teil aus Stein, und du hast es für immer gewonnen!

Nur haben die Krankheit überwinden Pierre. Wir werden für die Erhaltung des Friedens, dem Menschlichen und dem Planeten einen geraden Mann, ganz und beschäftigt sich erinnern.

Alle unsere Gedanken gehen an seine Lieben.

Stop Fessenheim Verband
Mittwoch, 08 September 2021 10:41

In Fessenheim könnten alte E-Auto-Batterien recycelt werden

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Von Dirk Sattelberger

Für die Zukunft des Atomkraftwerk-Geländes in Fessenheim bringt Breisachs Bürgermeister eine neue Idee ins Spiel. Demnach sollen Akkus von E-Autos dort wiederverwertet werden.

Auf dem Gelände des abgeschalteten Atomkraftwerks Fessenheim könnten ausgediente E-Auto-Batterien wiederverwertet werden. Diese Idee nannte Professorin Barbara Koch von der Universität Freiburg bei einer Videokonferenz auf Einladung von Bürgermeister Oliver Rein. Koch sprach als Direktorin des Oberrheinischen Clusters für Nachhaltigkeitsforschung. Sie geht davon aus, dass Elektroautos nach sieben Jahren eine neue Batterie brauchen. In Fessenheim könnten sie recycelt werden, so Koch.

"Technocentre" für Atommüll fällt in Deutschland durch


Bislang war bei der Nachfolgenutzung des Atomkraftwerks vor allem von Wasserstofftechnologie oder von Atommüll-Weiterverarbeitung die Rede, wobei in Deutschland die Idee mit dem Atommüll in einem "Technocentre" bislang nicht auf Begeisterung gestoßen ist. Nach Meinung von Oliver Rein (CDU) würde dies sogar andere Investoren, etwa aus der Wasserstoffherstellung oder eben Batterie-Verarbeitung, abschrecken.

Mit der Vision eines E-Auto-Batterieprojekts verfolgt Barbara Koch das Ziel, die Materialien über eine Zwischennutzung in einen Kreislauf einzuspeisen. Denn sollten eines Tages – wie von der Politik gewünscht – Millionen von batteriebetriebenen Autos auf den Straßen fahren und Benziner und Diesel ablösen, fallen Batteriezellen in sehr großer Zahl an. "Die Frage ist, was mit ihnen dann geschehen soll", sagte Koch bei der Konferenz.

Besser Lithium recyceln als in Bergwerken schürfen


Je mehr Zellen recycelt werden und wieder zurück in ein Auto kommen, desto weniger Lithium muss auf der Welt geschürft werden. "Es soll Zug um Zug ersetzt werden", sagte Koch über die Weiterverwendung der Batteriezellen. Was mit den ausgemusterten Kraftspendern geschieht, dürfte letztlich darüber entscheiden, wie umweltfreundlich und klimaneutral die neue Antriebstechnik eines Tages wirklich sein wird.

 

Barbara Koch kann sich vorstellen, dass ausgebaute und weiterverarbeitete Autobatterien in einem ersten Schritt in das Stromnetz integriert werden können, um als Speicher für Stabilität im Netz zu sorgen. Denn wenn die Akkus zu schwach sind für E-Autos, heißt das nicht, dass sie gar keinen Strom mehr speichern können. Erst wenn sie ganz erschöpft sind, sollen ihre Inhaltsstoffe in einem zweiten Schritt recycelt werden.

"Grüner Wasserstoff" aus Wasser und Ökostrom


Das zweite Standbein der Innovationsregion Fessenheim wäre die schon länger diskutierte Wasserstofftechnologie. Laut Koch soll Wasserstoff durch Elektrolyse gewonnen ("Grüner Wasserstoff") oder mit Rheinschiffen heran transportiert werden. Breisach und Neuf-Brisach würden mit ihren Häfen und ihren Bahnanschlüssen beim Transport eine große Rolle spielen, sollte die Vision eines Tages Wirklichkeit werden sollte. Zuletzt haben sich CDU-Landespolitiker wie Patrick Rapp auch für die Idee ausgesprochen, in Fessenheim synthetische Kraftstoffe herzustellen.

Machbarkeitsstudie sieht rund 16.000 neue Jobs


Im günstigsten Fall könnten in der Innovationsregion Tausende neue Jobs entstehen; nach drei Jahren prognostiziert die Machbarkeitsstudie rund 1300 Arbeitsplätze, nach vier Jahren 6300 und nach fünf Jahren bereits an die 16.000 Arbeitsplätze. Das wären weit mehr Stellen als durch die Schließung der Atomreaktoren in Fessenheim wegfallen.

Mittwoch, 11 August 2021 16:20

Fessenheim-Beauftragter: Keine Bedenken gegen Akw-Recycling

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Von Bärbel Nückles

Der neue französische Regierungsbeauftragte für Fessenheim spielt auf Zeit in Sachen Einschmelzanlage für Akw-Teile. Anhand von Fessenheim will er zeigen, dass die Energiewende gelingen kann.

Der neue französische Regierungsbeauftragte für Fessenheim nach der Akw-Stilllegung sieht die Pläne der Electricité de France (EDF) für eine umstrittene Recycling-Anlage als unproblematisch an. "Meine Erfahrung sagt mir, dass man der Industrie zunächst einmal den nötigen Raum geben muss, um ihre Projekte zu entwickeln", reagierte Yannick Mathieu bei seiner Vorstellung in Straßburg auf Fragen zum Thema Technocentre.

Das Vorhaben der EDF, neben den beiden im Februar und Juni 2020 abgeschalteten Druckwasserreaktoren eine Einschmelzanlage für Akw-Teile zu bauen, stößt seit Bekanntwerden 2019 sowohl bei französischen Akw-Gegnern als auch auf deutscher Seite auf erhebliche Skepsis bis Ablehnung. Als Argumente werden insbesondere der zu erwartende Verkehr durch die Anlieferung großer Komponenten sowie ein Imageschaden für die Fessenheim-Nachplanung insgesamt genannt. Nördlich von Fessenheim soll unter dem Namen Ecorhéna in den nächsten Jahren eine deutsch-französische Gewerbezone erschlossen werden, mit dem Ziel, dort innovative Energieproduktion und Forschung anzusiedeln. Mit dieser Maßvorgabe wird das Zukunftsprojekt Fessenheim auch in der Projektliste des 2019 erneuerten deutsch-französischen Kooperationsvertrags (Aachener Vertrag) aufgeführt.

Dass die Nachplanung für Fessenheim in Frankreich von Regierungsseite einen hohen Stellenwert habe, betonte die Straßburger Präfektin Josiane Chevalier anlässlich von Mathieus Vorstellung. "Fessenheim gilt als Prototyp für andere Gebiete, die in den kommenden Jahren aufgrund der Energiewende einen tiefgreifenden Entwicklungsprozess durchlaufen", betonte Chevalier. Die Zuständigkeit von Yannick Mathieu, der zuvor stellvertretender Leiter der Umweltbehörde Rhône-Alpes war, erstreckt sich deshalb auch auf Regionen, in denen Kohlekraftwerke stillgelegt werden.

Zumindest eine Teillösung scheint für die Entlastung der Kommunen im Bereich Fessenheim nach dem Wegfall der Steuereinnahmen aus der Stromproduktion gefunden. Knapp drei Millionen Euro müssen sie bislang wegen der relativ hohen Einnahmen jährlich in einen staatlichen Fonds zahlen. Über einen Steuerausgleich an anderer Stelle bleibt Fessenheim nun ein Drittel dieser Zahlung erspart. "Die Schwierigkeit rührt daher, dass die Regierung keinen Präzedenzfall schaffen möchte", räumte die Straßburger Präfektin ein. "Auch andere Städte könnten auf einer Ausnahme bestehen."

Dienstag, 06 Juli 2021 15:42

Rückbau des Atomkraftwerks Fessenheim verläuft im Zeitplan

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von S. Gaudry, France 3

 

Nach der Abschaltung des AKW Fessenheim fehlen Steuereinnahmen in Millionenhöhe und 2.000 Arbeitsplätze. Der Rückbau läuft dennoch just in time.

Bilder von nuklearen Brennstäben im AKW Fessenheim etwa gehören bald der Geschichte an. Seitdem die Anlage vor einem Jahr abgestellt wurde, werden die gebrauchten Brennstäbe in Castor-Behältern zur Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague gebracht. Elvire Charre, Direktorin Kernkraftwerk Fessenheim: "Als die Produktion noch lief, haben wir pro Jahr sechs bis acht Transporte mit abgebrannten Brennstäben gehabt. In diesem Jahr müssen wir alle Brennstäbe herausholen. Das ist strahlendes Material - für etwa 15 Transporte."

Video: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/der-rueckbau-des-atomkraftwerks-ist-im-zeitplan-100.html

Erst wenn alle Brennstäbe weg sind beginnt der Rückbau

Der Rückbau der Reaktoren kann erst beginnen, wenn alle Brennstäbe entfernt sind und die Atomsicherheit das Verfahren der EDF bestätigt hat. Das wird nicht vor 2025 der Fall sein.
Währenddessen werden im Maschinenraum die Turbinen abgebaut, die für die Stromerzeugung zuständig waren.
Eine dieser Turbinen ist bereits im Elektropolis Museum in Mulhouse gelandet.

Hälfte der Angestellten aus Fessenheim gehen in andere AKW

Bis Ende des Jahres wird die Hälfte der Angestellten die Anlage verlassen haben, sagt Elvire Charre, Direktorin Kernkraftwerk Fessenheim: "Wir haben für 80 Prozent unserer Angestellten eine Lösung gefunden. Die Hälfte von ihnen wechselt zu einem anderen AKW in Frankreich. Das bedeutet natürlich, dass sie mit der Familie umziehen und die Region verlassen müssen."

60 Angestellte bleiben und wickeln Rückbau bis 2040 ab

2025 werden für den Rückbau der Reaktoren noch rund 60 Angestellte tätig sein. Die haben auf der Atombaustelle dann noch Arbeit bis ins Jahr 2040.

Mulchen an Straßenrand und Bachlauf - Todesfalle für Insekten, Amphibien und Igel.

 

Kommunen in ganz Deutschland verwenden Mulcher und Kreiselmähwerke zur Straßenrandpflege, auch an Bach- und Flussläufen und mehrmals im Jahr wird damit gemäht.

 

Dabei wird ein Großteil der Insekten in den verschiedenen Entwicklungsstadien, ob Ei, Puppe oder Raupe getötet. Falter, die wie z. B. der Schwalbenschwanz oder der Aurorafalter als Puppe überwintern haben keine Chance. Genauso erwischt es Käfer, Schnecken aber auch Kröten, Ameisenvölker und sogar Igel.

 

 Die Mulcher und Kreiselmäher haben durch die rotierenden Schlegel und Messer eine enorme Schlagkraft sodass bis 88% der erfassten Tiere geschreddert werden. Wertvolle Raupenfutterpflanzen wie die große Brennnessel, die für mehr als 30 heimische Falterraupen Nahrung liefert, werden entfernt, wenn Sie dringend gebraucht würden. Viele Arten überwintern als Puppe an Stängeln oder Raupe bzw. Larve unter Blättern. Ihnen wird die Kraut- und Deckschicht entzogen.

 

Mit der insgesamt unheimlich großen Fläche die durch diese Art der Bearbeitung betroffen ist, sind die Kommunen in nicht geringer Weise am Insektensterben und am Rückgang anderer Tierarten beteiligt.

 

Meine Forderung ist deshalb, die Verwendung von Mulchgeräten und Kreiselmähwerken als Kommunalmaschinen in Deutschland zu verbieten. Empfehlenswert ist schonendere Balkenmäher zu verwenden.

 

Die Pflegeflächen sollen soweit wie möglich nur im 2-jährigen Turnus gemäht werden, um die Ernährung, Fortpflanzung und Überwinterung und somit den Erhalt der Arten zu ermöglichen.

 

Einzige Ausnahme sollen Mehrfachschnitte an Straßen und Wegen sein, wenn es die Verkehrssicherheit erfordert.

 

Bitte helfen Sie die Tiere zu schützen und das Artensterben aufzuhalten!

 

Bitte unterschreiben und teilen Sie die Petition!

Bitte verbreiten Sie die wichtige Petition in sozialen Netzwerken, informieren Sie Ihre Freunde!

 

Vielen Dank!

In einem Artikel vom 23. April in der ' Badische Zeitung' wird das Risiko, das durch die Aufbewahrung der abgebrannten Brennelemente in den beiden Naßlagern neben den Reaktorgebäuden besteht, drastisch verharmlost. Nach wie vor besteht die Gefahr einer Kernschmelze und der Freisetzung von Radioaktivität in einem Ausmaß, das die Größenordnung der Hiroshima-Bombe um ein Vielfaches übertrifft.

In dem Artikel vom 23. April in der ' Badische Zeitung' mit der Überschrift "Kritiker besorgt über Brennelemente" ist zu lesen: "Die Gefahr eines schweren nuklearen Unfalls ist damit im elsässischen Atomkraftwerk ausgeschlossen." Darüber hinaus wird Christian Küppers mit den Aussagen zitiert: "Würde es zum jetzigen Zeitpunkt zu einem Leck kommen, dürfte sich die austretende Radioaktivität im Rahmen geltender Grenzwerte bewegen." Ein Katastrophenszenario mit einer Evakuierung der umliegenden Städte sei "ausgeschlossen".

Tatsache ist hingegen: Die Gebäude der beiden Naßlager (sogenannte Abklingbecken) sind wegen extrem dünner Außenwände und Leichtbauweise noch stärker bei einem möglichen Erdbeben oder bei einem Terror-Angriff gefährdet als die Reaktorgebäude. Wird die Außenhülle eines solchen Naßlagers des stillgelegten AKW Fessenheim beispielsweise durch Beschuß mit einer Panzerfaust aufgerissen, fließt das Wasser innerhalb kürzester Zeit ab und es greift auch kein Notkühlsystem mehr. Brennelemente, die nicht mehr vom Kühlwasser umflossen werden, erhitzen sich auf bis zu 800 Grad Celsius. Sie entzünden sich bei Erreichen dieser Temperatur selbst und Radioaktivität in der Größenordnung eines Vielfachen der Hiroshima-Bombe gelangt in die Umwelt. Daher sind auch die in diesem Artikel zitierten Aussagen des Herrn Küppers vom sogenannten Öko-Institut sachlich unzutreffend.

Sowohl der Strom-Konzern und AKW-Betreiber EdF (allerdings offenbar erst auf Nachfrage) als auch Herr Küppers gehen offenbar davon aus, daß ein Leck so klein bleibt, daß sich der Wasseraustritt über mehrere Tage hin erstreckt und daher "beherrschbar" bleibt. Tatsache ist jedoch, daß ein großes Leck in der Außenmauer eines solchen Naßlagers nicht ausgeschlossen werden kann. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Katastrophenfalles ist deutlich höher als im Falle eines der deutschen sogenannten Zwischenlager.

Im Falle des "Zwischen"-Lagers des AKW Brunsbüttel hat das Bundesverwaltungsgericht in oberster Instanz im Januar 2015 festgestellt, daß ein katastrophaler Unfall mit Freisetzung erheblicher Mengen an Radioaktivität nicht auszuschließen ist. Die deutsche Anti-Atom-Bewegung weist daher seit 2015 immer wieder darauf hin, daß sämtliche 16 sogenannten Zwischenlager in Deutschland illegal betrieben werden.

 

Anhören

Von Bärbel Nückles

 

Seit Juni 2020 ist das Atomkraftwerk Fessenheim stillgelegt. Die Planung des Rückbaus läuft. Wo liegen nach der Stilllegung aktuell die Schwachstellen? Welches Risiko geht für die Bevölkerung noch aus?

Vor mehr als einem Jahr wurde der Betrieb von Reaktor 1 in Fessenheim eingestellt, seit Ende Juni 2020 ist auch Reaktor 2 endgültig abgeschaltet. Die Gefahr eines schweren nuklearen Unfalls ist damit im elsässischen Atomkraftwerk ausgeschlossen. Als letzte Risikoquelle bleiben aber die ausgelagerten Brennelemente. Während die Planung und die Vorbereitungen zum Rückbau laufen, hat ihr Abtransport im vergangenen Jahr begonnen. Bis spätestens Mitte 2023, so kündigt der Betreiber Electricité de France (EDF) an, wird sämtliches Brennmaterial vollständig weggebracht sein.

Wo liegen nach der Stilllegung aktuell die Schwachstellen?


Die radioaktiven Brennelemente wurden nach der Abschaltung der Reaktoren entladen. Sie liegen jetzt unter Wasser in überbauten Abkühlbecken jeweils hinter den Reaktorgebäuden. Ein Transport ist erst nach mehrmonatiger Lagerung möglich. 2020 haben zehn solcher Transporte mit insgesamt 120 Brennelementen mit dem Ziel der Wiederaufarbeitungsanlage Orano in La Hague in Nordfrankreich das Akw verlassen. Für 2021 hat die EDF 15 Transporte vorgesehen. Jeder Reaktorkern war im Betrieb mit 157 Brennelementen befüllt. 2020 wurde Brennmaterial abtransportiert, das bereits vor der Stilllegung des Akw entnommen worden war. Die aktuell noch auf dem Gelände lagernden 313 Brennelemente bleiben ein Sicherheitsrisiko.

Wie sind die Brennelemente geschützt?


Entscheidend ist, dass die Kühlung der Brennelemente intakt bleibt. Ein Flugzeugabsturz oder ein Erdbeben könnten zu Schäden an den Lagerbecken führen und die Kühlung unterbrechen. Die Brennelemente könnten dann überhitzen – in letzter Konsequenz würde dann Radioaktivität entweichen. Wegen solcher Gefahren müssen die Systeme zur Stromversorgung und für die Kühlwasserzuleitung grundsätzlich besonders robust angelegt sein. Die Ansprüche an die Sicherheit wurden nach der Erfahrung des nuklearen Unfalls im japanischen Fukushima 2011 erhöht. Insbesondere am seismisch aktiven Oberrhein ist ein Gefährdungsszenario Erdbeben plus Überschwemmung denkbar. Das Akw liegt am Rheinseitenkanal – mehrere Meter unterhalb der Dammoberkante.

Welche Sicherheitsvorkehrungen verlangt die Atomaufsicht?


Für alle französischen Akw hat die Atomaufsicht (ASN) infolge der Fukushima-Stresstests Nachbesserungen verlangt. In Fessenheim muss die EDF nach der Abschaltung lediglich die Abklingbecken zusätzlich absichern. Bei den zusätzlich angeschafften Notstromgeneratoren handelt es sich um kleinere, beziehungsweise weniger leistungsfähige Geräte als für Anlagen, die noch in Betrieb sind. In Fessenheim soll im Ernstfall vor allem die Funktion der Leitsysteme und der Anzeigesysteme garantiert werden. Die Einspeisung von Kühlwasser sichern zusätzliche Grundwasserpumpen ab. Käme es zu einem einschneidenden Ereignis, das die Kühlung in Frage stellt, kann die EDF außerdem eine eigene Eingreiftruppe (FARN) nach Fessenheim schicken. Die EDF beschreibt ein mögliches Gefährdungsszenario auf Anfrage wie folgt: Bei einem abrupten Ausfall der Stromzufuhr und der Kühlung zum jetzigen Zeitpunkt würde es theoretisch etwa 20 Tage im Falle des Lagergebäudes 2 und 30 Tage bei Lagergebäude 1 dauern, bis das Kühlmittel verdampft wäre. Bis dahin sollte die FARN längst vor Ort sein und Maßnahmen ergriffen haben.  Schäden an den Lagerbecken durch einen Angriff von außen könnten allerdings – darauf weist die EDF hier nicht hin – zu einem sehr viel schnelleren Verlust des Kühlwassers führen.   

Was sagen Kritiker zu den Schutzmaßnahmen?


Die geforderten Nachbesserungen zur zusätzlichen Sicherung der Brennelementelager wurden Ende 2020 ausgeführt, also neun Jahre nach dem GAU in Fukushima. Immerhin hat die ASN für die Nachrüstungen eine Auslegung gegen stärkere potenzielle Beben im Vergleich zu früher verlangt. Die Lagergebäude wurden jedoch nicht zusätzlich ertüchtigt. Dabei sind die entsprechenden Forderungen nicht neu. "EDF hätte die Gebäude um die Abklingbecken von Anfang an etwa durch dickeren Beton und eine andere Dachlösung sichern müssen", meint André Hatz, Vorsitzender des Vereins Stop Fessenheim.  Die Brennelemente sollten in der Übergangsphase, so seine Forderung, wenigstens zur Kanalseite mit einer zusätzlichen Mauer vor Angriffen geschützt werden. Die Atomaufsicht hält die bauliche Struktur hingegen für ausreichend. Für die Gefahrenabwehr gegen Terror, sagt Pierre Bois, Leiter der ASN in Straßburg, sei die Staatsgewalt zuständig.  

Wie ist das Restrisiko einzuschätzen?


Klar ist: Es hätte Alternativen gegeben, die im Zweifel mehr Schutz bieten. In Deutschland etwa lagern benutzte Brennelemente in den noch betriebenen Druckwasserreaktoren innerhalb der Reaktorgebäude. Sie sind damit besser gegen Gefahren von außen abgeschirmt. Langfristig werden benutzte Brennelemente in Deutschland zudem trocken und in stabilen Spezialgussbehältern verschlossen. Dennoch sind die Risiken in Fessenheim mehrere Monate nach Abschaltung erheblich reduziert. "Würde es zum jetzigen Zeitpunkt zu einem Leck kommen", so erklärt Christian Küppers, Kernkraftexperte am Öko-Institut in Freiburg und Darmstadt, "dürfte sich die austretende Radioaktivität im Rahmen geltender Grenzwerte bewegen." Ein Katastrophenszenario mit einer Evakuierung der umliegenden Städte hält er für ausgeschlossen.

 
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