Anti-Atom

Anti-Atom (16)

Freitag, 11 März 2022 11:13

Auch und gerade jetzt: Fukushima mahnt!

Am 11.3.011 ereignete sich im japanischen Fukushima einer der schwersten Atomunfälle, die die Welt bis jetzt erlebt hat. Auch und gerade in Anbetracht des Kriegs in der Ukraine ist der heutige Jahrestag ein wichtiger Anlass, erneut daran zu erinnern: Atomkraft ist nie eine Lösung. Sie bedeutet immer ein unbeherrschbares Risiko für Menschen und Umwelt und fatale Folgeschäden.

Atomkraftwerke unter Beschuss, ein Brand in einem Nebengebäude von Europas größtem AKW Saporischschja und Stromausfall in dem havarierten Atomkraftwerk in Tschernobyl: Elf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima wecken die erschreckenden Bilder von Atomkraftwerken im Kriegsgebiet in der Ukraine bei vielen von uns ganz konkret Angst vor einer erneuten Atomkatastrophe. Die Internationale Atom-Energie-Behörde (IAEA), ansonsten wirklich keine atomkritische Organisation, äußert sich "tief beunruhigt" über die aktuelle Lage der Reaktoren in der Ukraine. Zum einen besteht die Gefahr, dass einer der aktuell 15 Reaktorblöcke in der Ukraine durch Kriegshandlungen getroffen und beschädigt wird. Zum anderen können aber auch kriegsbedingte Schwankungen im Stromnetz bzw. Stromausfälle zu ernsthaften Problemen in den AKWs führen. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer Kernschmelze und Explosion des Reaktors wie in Fukushima führen.

Zu der Gefahr eines Störfalls kommt eine neue Angst vor der militärischen Nutzung der Atomkraft. Putins unverhohlene Drohungen machen deutlich: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten besteht die Gefahr, dass Atomwaffen eingesetzt werden könnten. Russland und die USA besitzen aktuell gemeinsam über 3.500 einsatzbereite Atomwaffen. Käme es bei einer weiteren Eskalation zum Einsatz von Atomwaffen, würde dies eine massive Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen weltweit bedeuten. Bei dieser konkreten Gefahr gerät schnell aus dem Bewusstsein: Atomwaffen sind immer schon äußerst eng mit der sogenannten zivilen Nutzung der Atomkraft verbunden. Diese stellt wichtige Rohstoffe und Technologien zur Verfügung, die für den Bau von Atomwaffen benötigt werden. Solange Atomkraftwerke betrieben werden, wird es auch die Möglichkeit geben, Atomwaffen zu bauen.

Gleichzeitig hat der Krieg in der Ukraine hierzulande mal wieder eine Diskussion über Laufzeitverlängerung der verbleibenden Atomkraftwerke angeheizt. Es wirkt fast schon reflektorisch, wenn Vertreter der FDP und CSU schon wenige Tage nach Kriegsbeginn fordern, die drei letzten Atomkraftwerke Deutschlands nun doch über den kommenden Jahreswechsel hinaus zu betreiben. Dabei ist die Erzählung von ‚Atomkraft als Retterin der Versorungssicherheit‘ in der aktuellen Situation so fadenscheinig, dass das selbst Herrn Söder auffallen dürfte.

  • Zum einen würde der Weiterbetrieb der AKWs wenig gegen die Abhängigkeit von russischem Gas helfen. Nur ein geringer Teil (15%) des in Deutschland genutzten Erdgases wird zur Stromproduktion eingesetzt. Der Großteil wird zum Heizen und in der Industrie verbraucht und kann nicht durch Atomkraft substituiert werden. Dazu kommt: Mit einem wachsenden Anteil der Erneuerbaren im Strommix werden flexible Gaskraftwerke zunehmend zur Netzstabilisierung genutzt – eine Funktion, die die trägen Atomkraftwerke nicht übernehmen können.
  • Eine Laufzeitverlängerung der letzten AKWs wird kaum umsetzbar sein. Es fehlt schlichtweg an Brennstoff und Personal. Die Produktion und Lieferung von Brennelementen ist langwierig. Selbst wenn jetzt eine Lauzeitverlängerung in die Wege geleitet werden würde, könnten Atomkraftwerke nicht vor dem Herbst 2023 wieder am Netzt sein und damit deutlich zu spät, um in einer möglichen Energieknappheit im kommenden Winter zu helfen
  • Ein weiterer Betrieb der AKWs wäre höchst riskant. Im Hinblick auf ihre baldige Stilllegung wurden Wartungen an den Reaktoren ausgesetzt und die schon jetzt nachweislich erheblichen Mängel nicht repariert. Diese AKWs nun weiter laufen zu lassen, wäre ein gefährliches Spiel mit dem Leben und der Gesundheit von Menschen.

Aufgrund dieser Probleme haben sich auch die zuständigen Minister*innen Lemke und Habek mittlerweile klar gegen eine Laufzeitverlängerung ausgesprochen. Es bleibt also zu hoffen, dass diese Phantom-Diskussion bald vom Tisch ist.

Die verheerenden Atomkatastrophen von Fukushima und der aktuelle Krieg in der Ukraine mahnen eindrücklich: Ein Einsatz für Sicherheit weltweit muss auch immer ein Einsatz gegen Atomenergie sein. Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den Menschen, die in diesem Krieg um ihr Leben und ihre Liebsten bangen - und bei denjenigen, die weiterhin unter den Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima leiden. Gemeinsam mit vielen anderen in der Klima- und Anti-Atom-Bewegung werden wir uns jetzt umso entschlossener für eine echte Energiewende, ein Ende der fossilen Abhängigkeit und einen vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einsetzen.

 

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

 

Aktueller Einschub vom 04.3.2022:


Örtliche Behörden meldeten Gefechte mit russischen Soldaten nahe Europas größten Atomkraftwerk Saporischschja - von dort bezieht die Ukraine rund ein Viertel ihrer Energie.
Lokale Behördenvertreter berichteten von Bombenangriffen auf die Atomanlage, das AKW werde mit schweren Geschützen beschossen. Ein Block des Kraftwerks sei getroffen worden, in der Anlage gebe es einen Brand, sagte der Sprecher des AKW, Andriy Tuz in einem auf Telegram veröffentlichten Video. Zwar werde der getroffene Reaktor gerade renoviert und sei nicht in Betrieb, aber es befände sich Kernbrennstoff darin. Feuerwehrleute könnten sich dem Feuer nicht nähern, weil sie beschossen würden. "Wir fordern, dass sie (die Truppen) den Beschuss mit schweren Waffen einstellen", sagte Tuz. "Es besteht eine reale Gefahr für das größte Atomkraftwerk in Europa."


Angaben aus dem Kriegsgebiet können immer schwer bestätigt werden. Im Krieg stirbt immer auch die Wahrheit

 

Im Ukraine-Krieg gibt es einen häufig übersehenen "Nebenkriegsschauplatz".

In der Ukraine sind derzeit an vier AKW-Standorten (Chmelnyzkyj, Riwne, Saporischschja, Süd-Ukraine), 15 überalterte, gefährliche Reaktorblöcke mit einer installierten Gesamtleistung von 13,8 Gigawatt teilweise in Betrieb. Dabei ist der Standort Saporischja mit sechs Reaktoren der größte in ganz Europa. Alle ukrainischen Reaktorblöcke gehen auf sowjetisches Kraftwerksdesign zurück. 13 Einheiten gehören zum VVER-1000-Typ, zwei weitere gehören zum Typ VVER-440, der heute schon nicht mehr vollständig den modernen internationalen Sicherheitsstandards entspricht. 12 der 15 Reaktoren haben ihre ursprünglich konzipierte Lebensdauer von 30 Jahren bereits überschritten. Ihre Laufzeiten wurden um 10 Jahre (VVER-1000 Reaktoren) bzw. um 20 Jahre (VVER-440-Reaktoren) verlängert.

Während in der Ukraine die kriegsbedingte Gefahr extrem schwerer Atomunfälle wächst, versuchen auch in Deutschland die BILD-Zeitung, AfD, Teile von CDU, CSU & FDP und atomar- fossile Seilschaften die Gefahrzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchzusetzen und die Atomindustrie zum Kriegsgewinnler zu machen. Die atomaren Gefahren in der Ukraine zeigen: Die alte Lobby hat nichts verstanden.

In der Ukraine stehen auch die abgeschalteten Tschernobyl-Reaktoren. Sie erinnern an die grenzüberschreitenden Gefahren und Risiken, die von Atomkraftwerken schon im Frieden ausgehen. Im Kriegsfall potenziert sich das Risiko der sogenannten friedlichen Nutzung der Kernenergie.

Ein Cyber-Angriff, ein dummer Fehler in einem dummen, völkerrechtswidrigen Krieg, ein Beschuss oder ein Terroranschlag auf die laufenden AKW in der Ukraine könnte das Inferno des Krieges ins Unermessliche steigern.

Russlands Armee hat die Akw-Ruine in Tschernobyl eingenommen und viele Medien berichten. Doch die größte Gefahr geht nicht mehr von Tschernobyl aus, sondern von den 15 potenziellen Tschernobyls der Ukraine. Um die Nachzerfallswärme auch in Katastrophenfällen sicher abführen zu können, besitzen alle Atomkraftwerke Notkühlsysteme. Wenn diese, redundant angelegten Systeme bei einem Angriff, zum Beispiel mit einer panzerbrechenden Waffe versagen, kann es durch die steigenden Temperaturen zu einer Kernschmelze kommen. Wenn mehrere Kernbrennstäbe miteinander verschmelzen, verstärkt sich die Kettenreaktion und es kommt zu einer enormen unkontrollierten Aufheizung. Hält das Reaktorgebäude nicht stand oder tritt eine größere Menge radioaktiver Stoffe aus, wird vom Super-Gau gesprochen. In jedem der 15 ukrainische Atomreaktoren entsteht pro Jahr und Megawatt elektrischer Leistung die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe.

Das Beispiel Saporischja
Am ukrainischen Atomkraftwerks-Standort Saporischja stehen sechs Reaktoren. Diese haben eine elektrische Nettoleistung von jeweils 950 Megawatt. Alleine an diesem Standort entsteht jährlich also die kurz- und langlebige Radioaktivität von 5700 Hiroshima-Bomben.

Während in der Ukraine Bomben explodieren, knallen bei Rüstungs- und Gas-Lobbyisten die Champagnerkorken und der Atom-Lobbyist Günther Oettinger nutzt den Krieg, um für die Gefahrzeitverlängerung von AKW zu werben.

Nur die zukunftsfähigen Energien, Wind und Sonne schaffen Unabhängigkeit und vermindern die Gefahren der Kriege.

Wir sollten darauf hinwirken, dass aus dem lokalen Krieg in der Ukraine kein Atom- und Weltkrieg wird. Er wäre für die Menschheit der letzte Krieg.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Nachtrag:


Am 24.02. hat der staatliche Betreiber Energoatom auf seiner Webseite mitgeteilt, dass alle KKW mit gegenwärtig 13 Blöcken am Netz seien und störungsfrei arbeiteten. Außerdem sei der Schutz der Anlagen gegen physische Angriffe sowie gegen Cyberattacken verstärkt worden. Mit Stand 25.02. meldet der Betreiber des KKW Saporischschja, dass die Blöcke 5 und 6 vom Netz genommen sind. Als Gründe werden lt. Übersetzungsprogramm „[…] to ensure interoperational safety […] put into reserve” genannt.
Quelle: Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) (abgerufen am 26.2.2022)


www.endlich-abschalten.de

Klimaschutz statt Atomkraft und Fossile! Energiewende jetzt sofort!

FUKUSHIMA-Demo zu den Neckarwestheimer Atomanlagen

Am 11. März 2011 schmolzen in Fukushima 3 Atomreaktoren. Es kam zu einem radioaktiven Fallout, vergleichbar mit 168 Hiroshima-Bomben. Im Inneren der Reaktorkerne herrschen tödliche Strahlungs-werte. Sie müssen weiterhin von außen ununterbrochen mit ca. 170 t Wasser täglich gekühlt werden, welches in über1000 Tanks gespeichert wird. Diese sind nun voll und die Stellfläche wird knapp. Statt weiteres Gelände zuzukaufen, darf TEPCO die Tanks in den Pazifik entleeren. Die geplante vorherige Dekontaminierung des Kühlwassers war zuletzt aber nur zu 30 % effektiv. Radioaktive Stoffe gelangen so in die Nahrungskette und gefährden Mensch und Umwelt. Die Verklappung stellt zudem einen Rechtsbruch der Verträge zum Meeresschutz dar.

 

Keine Verklappung von kontaminiertem Kühlwasser in den Pazifik! Solidarität mit den in den verstrahlten Gebieten lebenden, zur Rückkehr gezwungenen Menschen! Atomausstieg sofort - weitere Energiewende jetzt!  
Trotz des nach Fukushima beschlossenen Atomausstiegs sind in der BRD immer noch 3 Atomreaktoren in Betrieb, auch Block II in Neckarwestheim. Spannungsrisse an dessen Dampferzeuger-Rohren machen den geplanten Weiterbetrieb bis Ende 2022 hoch gefährlich. In Gronau wird Uran angereichert, in Lingen werden Brennelemente hergestellt, alles wird exportiert. Das KIT in Karlsruhe entwickelt in einem europäischen Verbund neue Reaktoren, statt massiv an neuen Speichertechnologien zu forschen. Beim Atommüll gibt es nur Scheinlösungen: Der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallende gering radioaktive Abrissmüll wird durch „Freimessen“ als Bauschutt deponiert oder in neuen Produkten „recycelt“. Die Zwischenlager für hochradioaktiven Müll werden zu unsicheren Langzeitlagern, da eine „Endlagerung“ selbst im nächsten Jahrhundert ungewiss ist.

 

Klimaschutz nur ohne Atomkraft und Fossile!   100% Erneuerbare sofort!  
Die erfolgreiche dezentrale Energiewende bei der Stromerzeugung wurde u.a. mit einer jährlichen Deckelung des Zubaus abgewürgt. Es gibt keine Planungssicherheit mehr. Speichertechnologien wurden vernachlässigt. Fossile Träger (Gas, Öl, Kohle) und Atom bremsen die Energiewende aus, da sie Vorrang bei der Einspeisung haben. Atomenergie ist aufgrund der hohen Sicherheitsrisiken und  des ungelösten Atommüllproblems keinesfalls nachhaltig. Zum Gelingen der Energiewende braucht es Energieeinsparung, Energieeffizienz und den massiven Zubau erneuerbarer Energien.



Atomausstieg sofort!
- Kohleausstieg bis 2030 beenden – Vorrang für die Erneuerbaren!

Die dezentrale Energiewende muss stark beschleunigt statt ausgebremst werden!

Die Demonstration findet unter Einhaltung der Corona-Regeln statt.

www.endlich-abschalten.de

In der Straßburger Innenstadt haben am Mittwoch französische und deutsche Umweltaktivisten protestiert.

Sie kritisieren, dass die EU Atomkraft und Erdgas als nachhaltige Technologien einstuft.

Der grenzüberschreitende Protest sorgte in der Straßburger Innenstadt für Aufsehen: Umweltschützer in weißen Schutzanzügen kippten symbolisch eine gift-grüne Flüssigkeit über gelbe Atommüll- und rote Gasfässer und zündeten zugleich grüne Rauchbomben. Auf zahlreichen Fahnen und Bannern waren auch deutsche Protestsprüche zu sehen. Die Aktion, an der auch der BUND Südlicher Oberrhein beteiligt war, richtete sich gegen die Europäische Union. Diese will zukünftig Atomkraft und fossiles Gas als nachhaltige Technologien einstufen.

 

 

Anlass des Protests in Straßburg ist der Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der Grenzstadt. Macron sprach am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament, wo er seine Pläne für den Ratsvorsitz in den kommenden sechs Monaten bekannt geben will.

Macron wird von den Klimaschützern verantwortlich dafür gemacht, dass Atomkraft als nachhaltig eingestuft werden soll. Der französische Präsident hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für Atomkraft stark gemacht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kritisieren das Vorhaben scharf. Atomkraft würde die Klimakrise verschärfen.

Dienstag, 18 Januar 2022 11:34

Jochen Stay ist tot

Hamburg, den 18.01.2022

Am Wochenende hat uns völlig überraschend die Nachricht erreicht: Unser Freund, Mitstreiter und Kollege Jochen Stay ist tot. Jochen war Mitgründer, Geschäftsführer und Sprecher von .ausgestrahlt sowie Vorstandsmitglied der von .ausgestrahlt initiierten Stiftung Atomerbe.

Wir sind zutiefst traurig und erschüttert. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, die sich Raum zum Trauern wünscht. Jochen hat nicht nur Spuren in Mutlangen, Wackersdorf und Gorleben hinterlassen, sondern vor allem auch in den Herzen seiner Familie und Wegbegleiter*innen.  

Jochens Tod ist nicht nur für .ausgestrahlt ein immenser Verlust. Sein Wirken hat die Anti-Atom-Bewegung seit den 1980er-Jahren mitgeprägt und zu vielen ihrer Erfolge maßgeblich beigetragen. Auch zahlreiche andere Bewegungen und Kampagnen profitierten von Jochens Erfahrung und Rat.

2008, als der „Spiegel“ auf dem Titelbild die Anti-Atom-Sonne untergehen ließ, gründete Jochen mit einer Handvoll Mitstreiter*innen die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die Hunderttausenden Atomkraftgegner*innen eine Stimme verlieh und den Widerstand gegen Atomkraft wieder sichtbar machte. Anti-Atom-Sonnen, Unterschriftensammlungen und Großdemos machten den Anfang. Und wir fassten ein kühnes Ziel: Den Betrieb der AKW nicht nur kritisch zu begleiten, sondern sie tatsächlich abzuschalten. Unrealistisch? Nicht in Jochens Augen. Denn er wusste: Wo Konflikt ist, können wir auch Einfluss nehmen. Und der Dissens um Atomkraft, der die ganze Gesellschaft spaltete, lag offen wie lange nicht mehr. Jochen hatte die Idee, die schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen 2009 zu „belagern“. Wochenlang beherrschten die Anti-Atom-Proteste die Berichterstattung aus dem politischen Berlin. Und während Union und FDP an der Laufzeitverlängerung der AKW feilten, erweiterte Jochen das Repertoire der Anti-Atom-Bewegung um die einst gegen Pershing-Raketen erprobte Protestform der Menschenkette. 120 Kilometer, so seine Vision, vom AKW Brunsbüttel bis zum Pannenmeiler Krümmel. Manch große Umweltorganisation riet ob der Gefahr des Scheiterns eindringlich ab. Jochens Zugkraft und Überzeugung aber riss genug andere mit. Am 24. April 2010 formierten sich 120.000 Menschen entlang der Elbe zum längsten Anti-AKW-Protest in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Laufzeitverlängerung verhinderte das zunächst zwar nicht. Das Protestfass aber war voll bis an den Rand. Der Super-GAU von Fukushima brachte es zum Überlaufen – und der nachfolgende Protest Hunderttausender läutete Merkels Atom-Wende ein. Fast die Hälfte der damals noch laufenden AKW ging sofort vom Netz.

Auch der Protest gegen ein Atommüll-Lager im Gorlebener Salzstock, den Jochen jahrzehntelang mit prägte, führte 2020 zum Erfolg. Das hielt Jochen nicht davon ab, den Finger weiter in die Atommüll-Wunde zu legen: Niemand konnte die Defizite und falschen Versprechungen des laufenden Standortsuchverfahrens präziser benennen als er.

Jochens Sachverstand und seine Begeisterungsfähigkeit werden uns fehlen, genau wie sein Dickkopf und seine Überzeugungskraft, seine Klarheit, sein Einsatz, seine Verantwortungsbereitschaft und sein großes Herz. Sein meist untrügliches Gespür für politische Gelegenheiten. Und seine immense Erfahrung, wie Protest erfolgreich Einfluss auf politische Konflikte nehmen kann.

Noch am Freitag haben wir mit Jochen zusammen die .ausgestrahlt-Themen und ‑Aktionen der nächsten Monate geplant. Gemeinsam haben wir die Weichen für die Neuausrichtung von .ausgestrahlt gestellt, die mit dem Abschalten der letzten AKW Ende 2022 ansteht. Auf diesen historischen Erfolg, das Aus der letzten drei von einst 36 AKW, hat Jochen über Jahrzehnte hingearbeitet, die letzten 14 Jahre zusammen mit .ausgestrahlt. Dass er diesen Moment nun nicht mehr erleben und mit uns feiern kann, trifft uns mehr als schmerzvoll.

Jochen war sich bewusst, dass seine bestehende Herzerkrankung sein Leben irgendwann abrupt beenden könnte. Von Plänen und Projekten hielt ihn dies nicht ab. Am Samstag, den 15. Januar 2022, ist er im Alter von 56 Jahren plötzlich und viel zu früh gestorben.

Die Lücke, die Jochens Tod reißt, ist groß, auch bei .ausgestrahlt. Aber .ausgestrahlt hat stets davon profitiert, dass es auf vielen Schultern ruht und alle, Mitarbeiter*innen wie Ehrenamtliche, ihr Engagement und ihre Kompetenzen einbringen. Das werden wir auch weiterhin tun: .ausgestrahlt wird seine Anti-Atom-Arbeit – auch im Sinne Jochens – weiterführen. Selbst nach dem Abschalten der letzten AKW Ende des Jahres bleibt da jede Menge zu tun, vom Umgang mit dem Müll bis zu den noch laufenden Atomfabriken, von der atomfreundlichen EU-Taxonomie bis zum Wiederaufflackern irrer Atom-Träume unter dem Deckmantel angeblichen Klimaschutzes.

Daneben gilt es, die Errungenschaften und Erfolge der Anti-Atom-Bewegung, die weit über das Atom-Thema hinausstrahlen, zu sichern und als das zu benennen, was sie sind: Der Beweis, dass es sich lohnt, selbst für zunächst utopisch erscheinende Ziele zu kämpfen. Der Beweis, dass, wenn sich die scheinbar Ohnmächtigen zusammenschließen und sich wehren, es die scheinbar Mächtigen unendlich schwer haben, ihre Pläne durchzusetzen. Das war einer von Jochens Lieblingssätzen. Wir werden ihn nicht vergessen.

 
Die Trauerfeier und Beisetzung von Jochen finden im engsten Kreis statt. Daneben wird es vor Ostern einen öffentlichen, Jochen-gemäßen Abschied geben, den .ausgestrahlt mit vorbereitet. Näheres dazu werden wir rechtzeitig bekanntgeben. Auf dieser Seite findest Du Ende nächster Woche noch einen ausführlicheren Nachruf.
 

Darüber hinaus wollen wir Erinnerungen an, Erlebnisse mit und Gedanken zu Jochen zusammentragen und ggf. auch öffentlich teilen. Möchtest Du daran mitwirken, schicke Deinen Beitrag gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte schreib jeweils dazu, ob wir ihn – ggf. mit Namen oder anonym – veröffentlichen dürfen oder nicht.

Drei Organisationen war Jochen besonders verbunden. Spenden an diese wären in Jochens Sinn:

Die Arbeit der Stiftung Atomerbe kannst Du hier mit einer Spende unterstützen

Atomkraft und fossiles Gas sollen von der EU ein Öko-Label als „nachhaltige“ Technologien erhalten! Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Beschlussvorlage in den nächsten Wochen verabschiedet wird. Einer der Hauptverantwortlichen für diesen Skandal ist der französische Präsident Emmanuel Macron, der am 19. Januar im EU-Parlament in Straßburg sein wird, um den Ratsvorsitz zu übernehmen.

BUND Baden-Württemberg und BUND Südlicher Oberrhein rufen zusammen mit deutschen und französischen Organisationen (.ausgestrahlt, Sortir du Nucléaire, Stop Fessenheim, EWS Schönau, Mahnwache Breisach, Koala-Kollektiv u.a.) zu einer bunten Protestaktion in Straßburg auf:

WANN: am Mittwoch, den 19. Januar um 10 Uhr
WO: Der genaue Ort der Aktion wird gerade mit den Behörden geklärt. Sobald er feststeht, wird er hier im Termin ergänzt.

Diese Aktion ist geplant: Mehrere Menschen in weißen Schutzanzügen mit schwarzen Gasmasken übergießen gelbe Atommüll- und rote Gas-Fässer mit giftgrüner Farbe, um das Greenwashing zu symbolisieren.
Unser Protest zeigt, dass die Taxonomie in dieser Form nicht akzeptabel ist. Lasst uns gemeinsam dem EU-Parlament deutlich machen, dass wir diesen Wahnsinn nicht widerspruchslos hinnehmen! Wir freuen uns über alle, die mitprotestieren!

Kontakt vor Ort für BUND-Aktive:

Stefan Auchter, BUND Südlicher Oberrhein, 0761/4014413

 

Mehr Informationen

Kommt zahlreich, bringt Eure BUND-Fahnen mit, achtet auf Abstände und tragt FFP2 Masken.

Bitte beachtet auch die aktuellen Einreisebestimmungen für Frankreich (für vollständig Geimpfte gibt es derzeit keine Beschränkungen): https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/frankreichsicherheit/209524

Wenn ihr vorhabt, an der Aktion teilzunehmen,  schickt bitte eine kurze E-Mail (Betreff genügt: „Ich bin am 19.1. dabei“) an aktion(at)bund-bawue.de  – wir informieren euch dann bis Montag, 17.1., 18 Uhr, wo der Treffpunkt sein wird. Im Moment steht dieser leider noch nicht fest.

 

Termindetails

Startdatum:

19. Januar 2022

Enddatum:

19. Januar 2022

Uhrzeit:

10:00 Uhr

Ort:

Der genaue Ort der Aktion wird gerade mit den Behörden geklärt. Sobald er feststeht, wird er hier im Termin ergänzt.

Veranstalter:

 

BUND Südlicher Oberrhein, BUND Baden-Württemberg, .ausgestrahlt, Sortir du Nucléaire, Stop Fessenheim, EWS Schönau, Mahnwache Breisach, Koala-Kollektiv u.

Von dpa

Das höchste französische Verwaltungsgericht hat die Endlagerung von giftigem Müll in der elsässischen Untertagedeponie Stocamine gestoppt. Nun müssen die Abfälle geborgen werden.

Das höchste französische Verwaltungsgericht hat die Endlagerung von giftigem Müll in der umstrittenen elsässischen Untertagedeponie Stocamine gestoppt. Nach der Klage von 60 Politikern und der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass erklärte der Verwaltungsrat in Paris die Pläne, die Abfälle auf Dauer in der ehemaligen Mine zu belassen, am Mittwoch für nichtig.

In der Deponie Stocamine in Wittelsheim nahe Mulhouse wurde seit 1999 gegen den Protest von Umweltschützern und Bürgerinitiativen Giftmüll wie Zyankali, Arsen und Quecksilber gelagert. 2002 brach in 535 Metern Tiefe ein Feuer aus, das erst nach Tagen gelöscht werden konnte. Seither ist die Anlage geschlossen.

42.000 Tonnen Giftmüll lagern in der Deponie


Die Deponie war auf bis zu 320 000 Tonnen giftigen Mülls ausgelegt. Zuletzt befanden sich knapp 42 000 Tonnen Müll darin. Umweltschützer fürchten, dass aus der Mine Giftstoffe ins Grundwasser gelangen. Die Präfektur hatte stets argumentiert, es sei riskanter, die Abfälle zu bergen, als sie unterirdisch abzuschirmen.

Die Europäische Gebietskörperschaft Elsass rief den Staat nach dem Gerichtsentscheid am Mittwoch auf, gemeinsam nach einer von allen getragenen Lösung zu suchen. Es gehe darum, industrielle Verfahren zur Verarbeitung der Abfälle zu finden.

Von Andreas Wilkens
 
In der Schweiz wird überlegt, wegen möglichen Unsicherheiten in der Stromversorgung die dortigen AKW länger laufen zu lassen.
Die Atomkraftwerke in der Schweiz könnten eine Laufzeit von 60 Jahren bekommen, um einer möglichen Stromknappheit zu entgehen. Hintergrund ist der zwischen der EU und der Schweiz gescheiterte Rahmenvertrag; dadurch könnten auch auf dem Feld der Stromlieferungen keine Abkommen geschlossen werden und es zu Engpässen kommen, berichtet die NZZ am Sonntag. Daher habe die Schweizer Regierung Gespräche mit den AKW-Betreibern über die Laufzeiten aufgenommen.
 

Mit einer längeren Laufzeit wäre die Schweiz weniger von Importen abhängig, außerdem hätte sie mehr Zeit für den Aufbau alternativer Energien. Daher lote der Bund unter den AKW-Betreiber aus, wie ihre Pläne aussehen, berichtet die Nachrichtenagentur AWP. Beznau-Betreiberin Axpo habe bereits vor einiger Zeit signalisiert, dass die Anlage länger laufen soll, solange sie sicher und wirtschaftlich sei. Für das AKW Gösgen sei früher ebenfalls von einem Betrieb von mindestens 60 Jahren ausgegangen worden.

Momentan sind in der Schweiz noch vier Atomreaktoren in Betrieb. Die zwei in Beznau laufen seit 52 und 49 Jahren, in Gösgen seit 42 und in Leibstadt seit 37 Jahren. 2017 stimmte das Schweizer Volk dafür, keine neuen AKW mehr zu bauen.

Für die vier Atomkraftwerke gibt es keine gesetzliche Laufzeitbeschränkung. Sie dürfen weiter betrieben werden, solange die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt sind. Diese werden vom Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) überwacht. Seit der Neuausrichtung der Schweizer Energiepolitik im Jahre 2011 wurden für Versorungsszenarien bereits Laufzeiten von 50 oder 60 Jahren berücksichtigt.

Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU, aber über bilaterale Verträge eingebunden. Das angestrebte war im Mai nach sieben Jahren Verhandlungen gescheitert, nachdem der Schweizer Bundesrat die Verhandlungen abgebrochen hatte. Die deutsche Bundesregierung setzt sich dafür ein, das AKW Beznau möglichst schnell abzuschalten.

(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Von Ruth Seitz

 

Sie waren in Stein gemeißelter Ausdruck des Widerstands gegen das AKW Wyhl. Pünktlich zum ersten Jahrestag der Abschaltung des AKW Fessenheim bekommt ein alter Gedenkstein nun einen neuen Platz.

Sie stehen am Straßenrand, an Rainen oder in Gärten, zugewuchert, vergessen, nicht mehr beachtet – und doch sind die Gedenksteine, die an den Widerstand gegen das einst in Wyhl geplante Atomkraftwerk erinnern wichtige Zeitzeugnisse. Christoph Gurlitt von der Mahnwache in Endingen hat sich auf die Suche gemacht und vor geraumer Zeit einen solchen Gedenkstein zwischen Endingen und Bahlingen am Straßenrand beim "Silberbrunnen" gefunden.

Neues Zuhause für Gedenkstein aus Sasbach


Jetzt ist ein weiterer Gedenkstein aufgetaucht. Er steht in einem Garten in Sasbach und wird am Dienstag, 29. Juni, umgelagert und am Fahrradweg in Königschaffhausen in Richtung Wyhl neu aufgestellt. Der Stein braucht ein neues "Zuhause", weil das Haus in Sasbach verkauft wird, die Familie den Gedenkstein aber der Öffentlichkeit zugänglich machen möchte.

Alle, die bei der Aktion dabei sein wollen, treffen sich am Dienstag um 18 Uhr am Rathaus in Sasbach, um den Stein gemeinsam abzuholen. Er wird dann mit dem Traktor nach Königschaffhausen gebracht. Die Veranstaltungsteilnehmer fahren mit Fahrrädern, Rollern oder Skateboards hinterher. Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt.

Ein Zeitzeuge berichtet


Mit von der Partie ist am Dienstag auch Klaus Pleuler aus Emmendingen. Auf seinem Grundstück steht auch ein solcher Stein. Pleuler wird auch berichteten, welchen Einfluss die Auseinandersetzung um das Atomkraftwerk Wyhl auf sein Leben gehabt hat.

"Tausend Ideen", um den Widerstand kundzutun


Für Axel Mayer, den langjährigen BUND-Vorsitzenden, sind die Gedenksteine ebenfalls wichtige Zeugnisse, die an die Auseinandersetzungen von damals erinnern. "Da waren damals tausende von Leuten, die tausend Ideen hatten, ihren Widerstand kundzutun", betont er. Die einen wollten ein freies Radio gründen (Radio Dreyeckland), andere wollten den Rechtsweg beschreiten, wieder andere den Platz besetzen. Leopold Keller aus Lenzkirch im Schwarzwald habe seinen eigenen Weg gewählt und seinen Widerstand gegen Kernkraftwerke mit den Gedenksteinen kundgetan. Dies sei seine Art des Widerstands gewesen, betont Axel Mayer.

Etliche Steine sind nicht mehr auffindbar


Auf den Gedenksteinen stehen unter anderem auch die Namen all derer, die sich für das Atomkraftwerk in Wyhl und die Nutzung der Kernenergie ausgesprochen hatten. Vermutlich habe dies dazu beigetragen, so Mayer, dass etliche der Steine verschwunden und nicht mehr auffindbar sind. Leopold Keller hat seinen Widerstand auch an anderen Kernkraftwerken mit Gedenksteinen deutlich gemacht.

Symbolträchtiges Datum für den Umzug


Die Verlegung des Gedenksteins findet übrigens pünktlich zum ersten Jahrestag der kompletten Abschaltung des Atomkraftwerks in Fessenheim statt. Reaktor 1 wurde am 22. Februar 2020 abgeschaltet, Reaktor 2 am 29. Juni 2020.

Informationen zum Rückbau in Fessenheim


Am Mittwoch, 30. Juni, findet um 18.30 Uhr dann die alljährliche Mahnwache in Endingen statt. Zusammen mit dem BUND wird die Endinger Mahnwache den Rückbau des Kernkraftwerks in Fessenheim aufmerksam begleiten. Zu Gast in Endingen wird der BUND-Geschäftsführer Stefan Auchter sein, der auch Mitglied in der Rückbau-Kommission ist. Auchter wird über den derzeitigen Stand der Arbeiten und den Rückbau der Brennelemente informieren.

 

 

#AlleFür1Komma5 – globaler Klimastreik am 19. März 2021

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In Zeiten einer globaler Pandemie ist es uns an vielen Stellen nicht möglich gemeinsam auf die Straße zu gehen, trotzdem wollen wir präsent sein. Bestelle jetzt kostenlos Sprühkreide, um den Klimastreik am in Deine Straße und Deine Nachbarschaft zu bringen. 

Es ist möglich der Klimakrise entschieden entgegenzutreten, statt sich von ihr verschrecken zu lassen. Daran möchten wir am 19.03. überall erinnern. Statt Menschenmassen nutzen wir bunte Schriftzüge und Gemälde, um die Klimakrise, aber auch der solidarische Weg aus der Krise, überall zu platzieren. Wir schicken Dir Farbe, Schablonen und eine Anleitung sowie Inspiration und Tipps, um Deine Botschaft auf die Straße zu bringen – und das völlig kostenlos!

Deswegen bist Du jetzt gefragt! Wenn wir in jeder Straße in jeder Stadt sind, können am 19.03. alle sehen: Another Word Is Possible. 

Du möchtest den Klimaaktionstag in deine Nachbarschaft holen?

So kannst Du dabei sein:

  1. Sprühkreide bestellen
  2. Am 19.03. und den Tagen davor in Deiner Straße einen großen Schriftzug malen
  3. Fotos davon machen, auf unserer Karte am 19.03. hochladen und auf Social Media verbreiten mit HashTags: #AlleFür1Komma5 und #NoMoreEmptyPromises

Hinweis: 

Die Sprühkreide ist nicht toxisch und Wasserlöslich

Fridays for Future entstehen Kosten von circa €7,50 Pro Paket. 


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