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AKW Fessenheim hat Sicherheitsproblem

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Jedes Jahr gefährlicher: BZ-INTERVIEW mit Ute Mössner und Franz Schneider

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Betreiber des Atomkraftwerks Fessenheim muss Geldstrafe zahlen

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von brutto tempo

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Erfolgreiches ProtestMeeting am AKW Fessenheim
 
Trotz mißlichem Wetters trafen sich mehr als 300 Menschen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz am Sonntag am  AKW Fessenheim, um deutlich zu machen, dass die Botschaft „Stilllegung bis 2016“ zwar gehört wurde, aber den Bürgerinnen und Bürger doch der Glaube fehlt, dass dies Versprechen so ohne weiteres Wirklichkeit werden wird. Dies drückten auch Gilles Barthe und Ulrich Rodewald vom „Aktionsbündnis Fessengheim Stilllegen. Jetzt“ in ihrer Begrüßung aus: Die gerade veröffentlichten Stresstests der europäischen AKW machten deutlich, dass nur ein stillgelegtes Akw sicher sei; um dies zu erreichen  sei nach wie vor eine aktive Protestbewegung der Bürgerinnen und Bürger nötig

 

EDF sagt den Tag der offenen Tür für Sonntag den 07.10 ab !!!

Grund : Unsere Demo könnte bewirken dass man auf die Angestellten  "mit dem Finger zeigt" oder sie in Gespräch zu verwickelnund Schuldgefühle hervorzurufe. CSFR, Stop Fessenheim und  Stop Transport - Halte au Nucléaire haben schon deklariert dass sie nicht die Verantwortung für die Absage tragen wollen. Sie haben heute flyer in fessenheim verteilt : Ich liebe Fessenheim ohne Atom !!!

L'Alsace

 

Tägliches Risiko Restlaufzeit –  Fessenheim stilllegen. Jetzt!
Kundgebung des Aktionsbündnisses am AKW

04.10.2012  Neueste Nachrichten

Die Präfektur in Colmar möchte nicht, dass wir zu sehr stören und wird aller Voraussicht nach eine Demonstration zum AKW und einen dort beantragten Info Stand nicht genehmigen. Allerdings gibt es keine Auflagen wegen der Kundgebung am Maison des Energies, dem Lügenpavillon.
Lasst uns dort nochmals unsere Einwände gegen den Weiterbetrieb des AKW Fessenheim vortragen. Und unsere vorliegenden Vorschläge zur Konversion des AKW, die sozialverträglich & ökologisch sind.
Und vor allem daran erinnern: Nur ein stillgelegtes AKW ist sicher.
Auf der Kundgebung wird von deutscher Seite Axel Mayer, BUND sprechen.

Liebe Stillegerinnen,
wir freuen uns auf ein zahlreiches Wiedersehen mit Euch.
Kuchen und Kaffeespenden sind unbedingt erwünscht. Für (fast) alles andere haben wir gesorgt.
Für das Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen.Jetzt!
Uli Rodewald

 

So sehr das „Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen. Jetzt!“ die angekündigte Stilllegung des AKW Fessenheim auch begrüßt, so sehr protestiert es gegen den späten Zeitpunkt 2016.
Das Bündnis betont, dass jeder Tag Laufzeit einer zuviel ist.
Die bekannten Gefahren, die von den Fessenheimer Reaktoren ausgehen, werden ja nicht kleiner, nur weil der Stilllegungstermin bekannt ist. Zudem weiß man aus Deutschland, dass die Bekanntgabe eines Ausstiegstermins noch lange nicht den wirklichen Ausstieg bedeutet.
Deshalb hält es das Aktionsbündnis für entscheidend, dass die Bürgerinnen und Bürger im Dreyeckland ihren Protest so lange weiterführen, bis das AKW Fessenheim tatsächlich stillgelegt ist.

Anlässlich der von der EdF veranstalteten Tage der Offenen Tür im Kernkraftwerk ruft das Bündnis die Bevölkerung der Regio zu einer Kundgebung für
Sonntag, den 7. Oktober um 14.00 Uhr am Maison des Energies (Haus der Energie) am AKW auf:
Jeder Tag AKW Laufzeit ist einer zuviel.
Fermons la porte. Maintenant! AKW Fessenheim stilllegen. Jetzt!

 

 

Aktionsbündnis Fessenheim Stilllegen. Jetzt!

Presseerklärung

Präfektur in Colmar untersagt Demo vor dem AKW

Am Wochenende (6./7.10.) veranstaltet die EdF (Electricité de France), der französische Stromkonzern,
am AKW Fessenheim Tage der offenen Tür und lädt dazu die Bevölkerung zu einem Besuch des Kraftwerks ein.
Das Aktionsbündnis Fessenheim Stilllegen. Jetzt! aus dem Markgräflerland und die elsässischen Atomgegner wollen bei dieser Gelegenheit ihre Forderung nach dem sofortigen Abschalten der beiden Reaktoren erneut kundtun, denn die Gefahren sind auch durch die Ankündigung des französischen Staatspräsidenten nicht kleiner geworden.

Bei der Colmarer Präfektur wurde deshalb um Genehmigung für eine Kundgebung beim Wasserkraftwerk, für einen Protestmarsch zum AKW und für einen Infostand nachgesucht.
Genehmigt wurde nur die Kundgebung beim Haus der Energie (Maison des Energies) nördlich des Wasswerkraftwerkes – nicht aber der Protestmarsch und der Infostand beim AKW.
Als Begründung wird angeführt, dass dies den schon lange national geplanten Tag der offenen Tür stören würde, insbesondere den Besucherverkehr am AKW.
Außerdem wäre die Stimmung in der Belegschaft des Kraftwerks seit der Ankündigung der Schließung im Jahr 2016 durch Francois Hollande sehr angespannt. Daher sehe man ein gewisses Risiko von Reaktionen der Belegschaft, da man unsere Anwesenheit und Demonstration vor dem Atomkraftwerk als Provokation auffassen könnte.

Das Aktionsbündnis bedauert, dass auf diese Weise kein gegenseitiger Informationsaustausch,
keine sachliche Auseinandersetzung von Argumenten, Befürchtungen und Ängsten und Überlegungen für eine Zukunft ohne Atom möglich sind.

Die Kundgebung unter dem Motto „Stören wir den Störreaktor – Fermons la Porte!“ (Schließen wir die Tür!) findet wie geplant
am Sonntag (7.10.) um 14.00 Uhr am Haus der Energie statt, wo von deutscher Seite Axel Mayer (BUND) und von elsässischer Seite Claude Ledergerber (Mitglied der Sicherheitskommission, CLIS) sprechen werden.

Das Aktionsbündnis hofft auf rege Beteiligung aus dem ganzen Dreyeckland, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Kreisrat, Vizepräsident TRAS

Die EDF hatte den Tag der offenen Tür am Sonntag den 07.10 beim AKW abgesagt! Grund : Die Demo könnte bewirken dass man auf die Angestellten  "mit dem Finger zeigt" oder sie in Gespräch verwickeln könnte und Schuldgefühle hervorrufen würde...
Das Polizeiaufgebot war enorm...

Fessenheim Abschaltdatum 2016: Sekt oder kein Sekt?
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-abschaltung.html

Fessenheim Rede: Kundgebung des Aktionsbündnisses, Maison des Energies am AKW Fessenheim Sonntag, 07.10.12, 14Uhr
(Es gilt das gesprochene Wort)

Hallo Fessenheim
Hallo Elsass
bonjour monsieurs dames

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Gibt es also einen Grund, Sekt zu trinken?

      Was meint Ihr?
      Ich denke, es gibt immer einen Grund sich zu freuen und einen Schluck Sekt zu trinken und auch Zwischenerfolge zu feiern

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Es gibt da so einen berühmten Satz von der ersten Mondlandung:

      „Das ist ein großer Schritt für einen französischen Staatspräsidenten aber ein kleiner Schritt für die Menschheit“

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      aber weiß das auch das nächste Erdbeben?
      weiß das auch das altersschwache Reaktordruckgefäß?
      weiß das auch das extrem schlecht gesicherte Brennelementelager?

      2016 ist zu spät, Monsieur le President.
      Fessenheim jetzt abstellen ist und bleibt unsere Forderung

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Aber was ist mit Cattenom Tricastin, Bugey
      Was ist mit den 58 anderen gefährlichen französischen AKW

      Nein, der heilige St. Florian ist nicht der Stammheilige der Umweltbewegung am Oberrhein

      Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt: Beznau, Leibstadt Cattenom Tricastin, Bugey, Philippsburg...
      Alle AKW gefährden uns

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Wir hoffen auf einen Dominoeffekt
      Fessenheim ist der erste Stein, der kippt, dann folgt Cattenom, Tricastin, Bugey und auch die alten Kisten in der Schweiz

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Wir hoffen auf einen Dominoeffekt
      Die EDF und AREVA fürchten einen Dominoeffekt

      Herr Hollande ist der Präsident

      Herr Hollande regiert das Land

      Doch regiert die französische Regierung alleine?

      Im atomaren Dorf in Frankreich hat immer auch die EDF mitregiert (und das war in Deutschland nicht anders)

      An der Spitze des atomaren Dorfes stehen die EDF und AREVA. Sie bilden eine dauerhafte, habgiergeprägte Atomallianz aus    Parteien, Regierung,
      Teilen der Medien und den Technokraten und halten die gut dotierten Posten in den staatlichen Aufsichtsgremien und der Nuklearwirtschaft besetzt.

      Es ist meine größte Sorge, dass jetzt, wo es in Fessenheim ernst wird
      die gefährlichste Waffe aus der Mottenkiste geholt wird
      Die kleinen "Nationalismen" sind die gefährlichsten Waffen in trinationalen Konflikten
      Sie werden von deutschen, schweizern und französischen Konzernen und Politikern gerne genutzt
      um ökonomische Interessen durchzusetzen (Airportstreit Zürich, Giftmüllofen Kehl...)
      Wir dürfen uns nicht gegeneinander aus spielen lassen Wir sind das gelebte Europa der Menschen

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande

      Doch hält das altersschwache AKW bis 2016?
      Doch hält die französische Regierung bis 2016?
      Und was, wenn die EDF 2017 eine noch atomfreundlichere Regierung wählen lässt?

      Ich bin mit unserer Demokratie nicht unzufrieden
      Ich kann mir Besseres vorstellen, kenne aber nichts Besseres

      Und doch fliegt der Vogel der Demokratie tief
      Er hat Geld in den Flügeln...
      Der Kampf gegen AKW war & ist immer auch ein Kampf für Demokratie

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      vorher hätten wir gerne noch einen funktionierenden Katastrophenschutz, sagen wir dem Regierungspräsidium in Freiburg

      Wann wird aus Kataströphchenschutz endlich Katastrophenschutz, Frau Regierungspräsidentin?

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Und doch baut die EDF noch für 30 Mio. Euro einen 50 cm dünnen Aschenbecher, eine Core Catcher unter das AKW

      17,5% des Aschenbecherchens zahlt unsere „volkseigene“ ENBW.
      Hallo Herr Kretschmann, hier könnte GRÜN-rot mal einen Hebel ansetzen...

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      das hören die Arbeiter im AKW nicht gerne
      das hören die AKW-Gewerkschaften nicht gerne

      den Gewerkschaften geht es um die Arbeitsplätze
      den Gewerkschaften geht es auch um Geld

      Die EDF zahlt seit 1946 jedes Jahr ein Prozent ihres Umsatzes an die Sozialkasse der Gewerkschaften. Diese hat rund 3700 Beschäftigte und besitzt
      Ferienzentren, Sanatorien und Restaurants, in denen sich EdF-Mitarbeiter mit ihren Angehörigen für wenig Geld verwöhnen lassen können. Mithilfe
      der einprozentigen Abgabe hat sich EdF über Jahrzehnte das Wohlwollen der Gewerkschaft erkauft.
      Auch das ist atomares Dorf.

      Doch die Belegschaft hat echte Angst
      Wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, fühlt sich bedroht
      Doch der Abbau eines AKW schafft erst einmal Arbeit
      Und die Fessenheim Abruchspezialisten werden dann im ganzen Land gebraucht

      Und zusätzlich müssen wir grenzüberschreitend darauf achten, dass in Fessenheim zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen.

      Arbeit ist gut, aber nicht jede Arbeit ist gut.
      Wer Maschinengewehre, Bomben und Minen herstellt, wer hunderttausende von Menschen mit Atomanlagen bedroht braucht eine bessere, eine andere,
      eine zukunftsfähige Arbeit

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Der Fessenheim-Strom muss umweltfreundlich ersetzt werden

      Die deutsche Energiewende schafft eine Million Arbeitsplätze
      In Frankreich könnte eine echte Energiewende viel mehr Arbeit schaffen

      Frankreich hat die besten Voraussetzungen für eine Energiewende
      den sonnigheißen Süden
      die windiglangen Küsten

      Das bringt Energie, das schafft Arbeit

    * Fessenheim soll 2016 abgestellt werden, sagt Herr Hollande
      Gibt es also einen Grund, Sekt zu trinken?

      Was meint Ihr?

      Ich denke, es gibt immer einen Grund sich zu freuen und einen Schluck Sekt zu trinken und auch Zwischenerfolge zu feiern
      Wir nehmen den Schluck, wir tanken Kraft für die vor uns liegenden Konflikte



Ich danke Euch
Amitié franco-allemande-suisse
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Kreisrat, Vizepräsident TRAS